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NESTUNTERLAGEN FÜR DEN WEISS-STORCH
Unser Verband - Natur- und Umwelthilfe e.V. - Schuhstr. 18c, 91052 Erlangen, beschaeftigt sich schon fast seit 30 Jahren mit Weiss-Storch-Nestunterlagen, nachdem schon frueh die Jungensterblichkeit durch Unterkuehlung und Vernaessung nach Regenfaellen erkannt worden war.
Es wurden zunaechst Lattenroste aus Holz gebaut und die Ergebnisse veroeffentlicht: z. B.
- in Bericht 14 der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in
83410 Laufen (Salzach) 1990 (Seite 141)
- Tagungsbericht zum 2. Sachsen-Anhaltinischen Storchentag 1994 des
- Ministeriums für Umwelt und Naturschutz des Landes Sachsen-Anhalt,
- 39104 Magdeburg
- Der Holzhorst hat den Vorteil, dass er billig ist, aber auch 2 gravierende Nachteile:
er muß nach 10-20 Jahren wegen Faeulnis erneuert werden
- die Bodendeckung mit Strukturmaterial liegt bei 50%, sodass sich bei
- Starkregen auch hier Vernaessung bemerkbar macht.
- Aus diesen Gruenden wurde eine neue Nestunterlage konzipiert, die diese beiden Nachteile nicht hat. Sie besteht aus rostfreiem V4a-Material und ist nahezu unbegrenzt haltbar. Die Nestauflage besteht aus einer Drahtseilbespannung mit einer Bodenbedeckung von nur wenigen Prozent, sodaß Regenwasserabfluss und Trocknung in idealer Weise gewaehrleistet sind.
Technische Bemerkungen zum “Erlanger Storchennest”:
Es besteht oben aus dem (universellen) Korbteil und dem unteren “Adaptionsteil”. Der Lastabtrag erfolgt direkt von der Peripherie des Korbes durch den Adaptionsteil auf einen Tragstaender. Die gesamte Grundflaeche des Korbes ist somit praktisch frei von Strukturmaterialien.
Der Basisring des Korbes besteht aus einem 40x40x4 mm-Winkelprofil, welches mit einer 3-Walzen-Rollmaschine kalt rundgewalzt wurde. Durchmesser: 1500 mm. Die Seilverspannung des Korbbodens besteht ebenfalls aus V4a-Material. Durchmesser des Drahtseils: 5 mm.Geschweißt wurde mit der Schutzgas-Lichtbogenmethode (WiG = Wolfram-invert-gas).
Die Fertigung macht hier die Firma Lettenbauer, Engelstraße, 91054 Erlangen.
Auf den obigen Foto ist das “Erlanger Storchennest” mit einer Anpassung an einen ausgedienten Betonstaender für elektrische Freileitungen mit Traverse zu sehen.
Der Korb kann auch an andere Staender angepasst werden :
z.B.an Maste ohne Traverse, mit Hilfe eines aufgesetzten Rohrstutzens ueber Dach, wobei dieses von einem handelsueblichen rostfreien Rohrstaender(Durchmesser: 200 mm) durchstossen wird, der den Dachfirst ca. 1 m ueberragt
z.B. an Kamine, usw.
- Als Erstausstattung dient langfaseriges Stroh ueber der Seilverspannung und Reisigzweige, die ins Gelaender eingeflochten werden.
- Der Preis für den Korbteil betraegt hier ca. € 1.300,--
- für den Adaptionsteil ca. € 700,--
- Da der Storch gegen den Wind startet und landet muessen ihm alle Richtungen zur Verfuegung stehen. Als Hoehe ueber Grund sind 8-15 Meter optimal. Hoehen, die nicht mehr mit der Feuerwehr-Drehleiter angefahren werden koennen, sind ungeeignet.
- Der mancher Orts als Unterlage verwendete Weidenkorb hat sich als sehr nachteilig erwiesen, da sich die eingetragenen Grasbatzen mit Erdklumpen unter der “Trittmassage” der Altvoegel mit dem Weidengeflecht zu einer wasserundurchlaessigen Schicht verbinden.
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