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03.06.2011

 

Knut forever in our hearts

 So war sein Leben 

The Knut Diary

16 Pfoten auf dem Weg nach Haus

 

Musik

 

*Segeln mit dem Wind* -  Das Storchenlied von Ruediger Wolff

Segeln mit dem Wind (CD)

 

 

 

 

 

 

Worl of Animals

Stromschlag und Kriechstrom - Zwei toedliche Gefahren fuer den Storch

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Stoerche

Strohhalm2. Ausgabe Nr.1 / 1990 Sonderbeilage Seite 4

...die ersten Horst-Horst-Rundflüge gewagt und nach ein paar Tagen die erste Bodenlandung. Da die beiden Alttiere mit dem Storchenpaar von Frauenaurach, dessen vier Jungtiere ebenfalls flügge waren, seit Jahren gut bekannt waren, kam es im Regnitzgrund zwischen Eltersdorf und Mannhof täglich zum Familientreffen. Gestört wurde die Idylle allerdings immer wieder durch freilaufende Hunde, deren Halter für den Jagdtrieb ihres Hundes mehr Verständnis haben als für das Ruhebedürfnis einer Storchenfamilie. Am 3.8.82, kurz nach Mittag, lief wieder ein Schäferhund Quer durch den Wiesengrund. Die Versammlung der 8 Jung- und 4 Altstörche mußte sich schnell in Sicherheit bringen und versuchte dies auf einem elektrischen Freileitungsmast der 20 kVKlasse aus Beton, mit stehenden Isolatoren, bei Mannhof. Als sich ein Teil der Störche darauf niedergelassen hatte, blitzte und krachte es plötzlich und 01831 stürzte, bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, tot zu Boden.

Kein außergewöhnliches Storchenschicksal, eher ein Normalfall, wenn man einen Blick auf die Mortalitätsstatistik wirft. Sie besagt, daß in den darauffolgenden Wochen noch drei weitere Jungtiere des Vacher und Frauenauracher Storchennachwuchses von 1982 auf die gleiche Art und Weise ums Leben kommen werden. Und doch war der Tod des 01831 ganz außergewöhnlich: In der Nähe des Todesmastes von Mannhof stand Herr Schwarz, ein Storchenfreund aus Nürnberg, mit seiner Schmalfilmkamera in der Hand und filmte Mastanflug und Tod von 01831. Freundlicherweise überließ er uns eine Kopie dieser Filmszene (die inzwischen auch im Fernsehen gelaufen ist) und wir besuchten damit die beiden für unseren Raum zuständigen Elektroversorgungsunternehmen,

- das Fränkische überlandwerk in Nürnberg (FüW)

- und die Elektroversorgung Oberfranken (üVO) in Bamberg.

Nach der Vorführung sahen wir unter unseren Zuhörern nachdenkliche Gesichter und hörten den Satz:

"Jetzt sehen wir das mit anderen Augen !"

Gefährliche Masttypen und ihre Entschärfung

Der Stromtod von Vögeln an elektrischen Freileitungen ist seit langm bekannt. Schon zu Beginn des Jahrhunderts gab es Initiativen, die Verluste einzudämmen. 1923 gab es bereits Konstruktionsvorschriften für den Freileitungsbau, welche die Vögel weniger gefährden sollten. In der VDE-Vorschrift von 1958 lautet der Vogelschutzparagraph:

"Querträger, Isolatorstützen und sonstige Bauteile sind möglichst so auszubilden, daß Vögeln keine Sitzgelegenheit in der Nähe der unter Spannung stehenden Leiter gegeben wird."

Gegen keine Vorschrift ist so oft verstoßen worden wie gegen diese. Mit zunehmender Elektrifizierung wurden abertausende von Betonmasten mit stehenden Isolatoren der Mittelspannungsklasse ( 20 kV) ohne Rücksicht auf Verluste in die Landschaft gestellt. So war es 1969 eigentlich nur ehrlich und konsequent, den Vogelschutzparagraphen ersatzlos zu streichen. Nach heftigen Protesten kam es 1976 zu einer Wiederaufnahme in die DIN VDE-Bestimmung, allerdings auf Neubauten beschränkt. 1980 schrieben Dieter Haas, Georg Fiedler und Angelika Wissner in einem Sonderheft des DBV eine umfangreiche Darstellung der Problematik. 1986 gab es dann "Erläuterungen zum Vogelschutzparagraphen" von der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke, Stresemannallee 23, 6000 Frankfurt/Main, unbefriedigend aus heutiger Sicht.

Grundsätzlich sind alle elektrischen Freileitungen für Großvögel gefährlich ...

(Fortsetzung Seite 3)

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